Während sich die Bundesländer Salzburg, Tirol und Steiermark zuerst für die Erhebung des Fair Pay-Gaps im nichtselbständigen Kulturarbeitserwerbs entschied, fokussiert die Vorarlberger Landesregierung seit 2021 die Erhebung der prekären Einkommensverhältnisse von Vorarlberger Künstlerinnen und Künstlern. Parallel dazu ermittelt die Kulturabteilung des Landes den Fair Pay-Gap, also die Lücke zwischen der tatsächlichen Bezahlung und den Gehaltsempfehlungen der Interessensvertretungen, bei ausgewählten Einrichtungen. Eine umfassende und den breiten Vorarlberger Kultursektor betreffende, detaillierte und transparente Erhebung gibt es bis dato nicht. Welchen Regeln das Spiel um ausreichende Budgetmittel mit je nach Kunstsparte und Kultureinrichtung verschiedenen Würfeln jetzt und in Zukunft unterliegen wird, ist somit noch offen.
Der Budgetvoranschlag 2023 des Landes Vorarlberg liegt vor, das Ergebnis für Kunst und Kultur ist mehr als enttäuschend. Insgesamt 25.090.400,- Euro wurden als Ermessensausgaben vorgesehen, das entspricht einem Plus von knapp 600.000 Euro zum Vorjahr. In Prozent sind das 2,41. Mit einer rund fünfmal so hohen Inflationsrate im Oktober kann man das auch ohne ein Wissen um Details als fettes Minus werten.
Corona Regelungen Veranstaltungen Die Bundesregierung hat 2020 Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus erlassen, die auch den Kulturbereich massiv trafen. Die aktuellen Regelungen - und was das für die Praxis heißt - haben wir hier für euch zusammengestellt.
Unterstützungsleistungen Corona Covid Kunst Kultur Von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus sind alle betroffen, für in Kunst und Kultur Tätige kann der Einnahmenausfall existenzbedrohend sein. Hier findet ihr eine Zusammenschau aktueller Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten, um akute Notlagen von Kulturvereinen sowie Künstler*innen- und Kulturarbeiter*innen abzufedern.
Kampagnenlogo der Initiative "Stand Up for AgoraEU" - gegen die geplanten Kürzungen der EU-Kultur- und Demokratieförderprogramme Die EU betont die Bedeutung von Kultur und demokratischer Zivilgesellschaft für den europäischen Zusammenhalt. Die bisherigen Förderprogramme gelten als erfolgreich, österreichische Organisationen profitieren nachweislich davon. Trotzdem sollen ausgerechnet diese Programme um 30 Prozent gekürzt werden. Die IG Kultur Österreich fordert die Bundesregierung auf, sich entschieden gegen die Kürzung zu stellen und für eine deutliche Aufstockung der Mittel einzutreten.
Rückblick auf das Jahr der Literatur 2026 in Kärnten | Koroška: Gemeinsam mit Andreas Krištof von section.a und Doris Moser, Leiterin des Fachbereichs Angewandte Germanistik an der Universität Klagenfurt und Mitglied des Programmbeirats, werfen wir einen Blick zurück auf das Literaturjahr 2026: Welche Impulse wurden gesetzt, welche Projekte und Begegnungen sind entstanden und was bleibt über das Schwerpunktjahr hinaus?
Politischer Aktionismus von David Prieth: Der Volkskanzler Haltung zeigen ist bequem, wenn man damit junges Publikum anziehen kann und öffentlich nicht aneckt. Aber politische Veränderung passiert nicht, wenn es opportun sein muss. Was passiert, wenn Kunst aus der Komfortzone kommt und tatsächlich Ärger macht? Von feministischem Brauchtum, Kopftüchern von HCStraChe bis Volkskanzler gibt es auch neuere aktionistische Impulse.
Silencing Gaze ©  Lia Kastiyo-Spinósa Kunst als gelebte Praxis des Widerspruchs – gegen Ausschluss, Normalisierung und die Vereinnahmung durch Markt und Institutionen. Lia Kastiyo-Spinósa zeigt auf, wie Vielfalt in selbstorganisierten Räumen entsteht und warum sie eine Voraussetzung demokratischen Zusammenlebens ist.
Information AMS Zuverdienst Zuverdienstverbot Künstlerin Künstler Veranstaltung Seit 1.1.2026 gilt für den AMS-Bezug ein weitgehendes Zuverdienstverbot. Zwar gibt es laut Gesetz klare Ausnahmeregelungen, wie diese in der Praxis der AMS-Verwaltung angewendet werden, ist allerdings nicht so klar. Bei der Info-Veranstaltungen am 17. November informieren Expert*innen der Arbeiterkammer sowie des Kulturrats über die aktuelle Lage und geben Praxistipps für alle aus Kunst und Kultur, die als auch selbständig Tätige nun von der Neuregelung betroffen sind.
Seit Jahren ist es für Kulturvereine und Künstler*innen selbstverständlich, in sozialen Netzwerken präsent zu sein: Meist Instagram, manchmal auch (noch) Facebook und X oder Tiktok. Diese Präsenz verspricht ihnen einen niedrigschwelligen Kontakt zu ihrem Publikum und vice versa, aber gerät durch Einflussnahmen auf Netzwerke und politische Umbrüche zusehends in Kritik. Rechtfertigen die Vorteile die Kompromisse, oder geht es auch besser? Leonhard Rabensteiner über Reichweite und Kompromisse in sozialen Medien.