„Wer Demokratie will, unterstützt Kunst und Kultur.“ Mit diesem klaren Statement beschreibt Alexandra Abbrederis, neue Obfrau des Spielboden Dornbirn, den gesellschaftlichen Anspruch des größten Kulturzentrums Vorarlbergs. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Kaufmann will sie den Spielboden als offenen Begegnungs- und Diskursort weiterentwickeln. Während öffentliche Förderungen schrumpfen und wirtschaftliche Zwänge wachsen, plädiert Kaufmann dafür, mutig zu bleiben: „Wir müssen uns Neues trauen, Wagnisse eingehen und neue Formate entwickeln.“ Im Gespräch erzählen die beiden, warum Kultur weit mehr ist als Unterhaltung, weshalb Gemeinschaft und Solidarität zentrale Werte ihrer Arbeit sind und warum gerade Krisenzeiten Orte brauchen, an denen Gesellschaft verhandelt werden kann.
Erhebung, Kulturarbeit, Fakten, Datengrundlage, Vernetzung, QR-Code zur Erhebung, Basisdatenerhebung Vieles was Kulturvereine jeden Tag leisten, ist unsichtbar oder wird als selbstverständlich wahrgenommen. Das wollen wir durch die Erhebung Kulturarbeit heute ändern und untermauert mit Fakten darstellen, was Kulturvereine leisten und unter welchen Bedingungen. Jetzt anonym teilnehmen für eine starke Argumentationsbasis gegenüber Politik und Verwaltung! Bei Fragen unterstützen wir gerne. Die nächsten offenen InfoSessions dazu gibt's online am 19. und 27. nächsten Mai (ohne Anmeldung).
Schere im Vordergrund, die einen Schatten wirft in Schwarz-Weiß Pressemitteilung zu den Budgetverhandlungen 2027–2028: Freie Kulturarbeit braucht Planungssicherheit statt Kürzungen von historischem Ausmaß.
Die Vermietung von Räumlichkeiten ist für viele Kulturvereine ein wichtiger Finanzierungsbaustein – steuerlich jedoch kein Selbstläufer. Wann gilt sie noch als zulässige Vermögensverwaltung, wann wird sie zur begünstigungsschädlichen (gewerblichen) Tätigkeit? Der Beitrag gibt einen praxisnahen Überblick zu Abgrenzungsfragen, Umsatz- und Körperschaftsteuer – und zeigt, worauf Vereine achten sollten, um ihre Gemeinnützigkeit abzusichern.
Awareness mit Taktgefühl bieten die Vorarlberger Kulturinitiativen Kammgarn Hard und TiK Dornbirn an Sonntagnachmittagen. Sie prägen damit eine neue Tanzkultur, die ohne Dresscode, Leistungsdruck oder nächtliche Exzesse auskommt. In nur wenigen Stunden tanzt und schwitzt ein stetig größer werdendes Publikum in einem sicheren Raum, der auch ohne Alkohol auskommt. Angelehnt an die Disco-Kultur Manhattans der 1970er Jahre wird die Tanzfläche dabei zum Ort für Gemeinschaft in Freude und Vielfalt. Begrüßt werden die Generationen Baby Boomer bis Alpha.
Die Finanzierung freier Kulturarbeit ist ein Flickwerk. Öffentliche Zuschüsse, so es welche gibt, müssen kleinteilig von unterschiedlichsten Stellen zusammengetragen werden, bis die Finanzierung steht – quer über Gebietskörperschaften und Ressorts hinweg. Damit besteht angesichts drohender Budgetkürzungen eine massive Gefahr: Denn, wenn jede Stelle nur auf die eigene Förderung schaut und „eh nur ein bisschen“ kürzt, kann aus einem kleinen Einschnitt schnell eine existenzieller werden. Umso dringender braucht es jetzt Budgetentscheidungen mit Weitsicht und Verantwortung über die eigene Zuständigkeit hinaus.
Diskriminierung im Kulturbereich Was gilt rechtlich bei Diskriminierung und Belästigung in der Arbeitswelt – und was bedeutet das für kleine Kulturvereine und Initiativen konkret? Was umfasst das Gleichbehandlungsgesetz? Im Webinar am 15. April 2026 um 15:30 mit Nina Kren von der Gleichbehandlungsanwaltschaft geht es um rechtliche Grundlagen, Handlungspflichten im Anlassfall und die Frage, welche Beschwerdewege in kleinen Strukturen tatsächlich zur Verfügung stehen.
Soziokulturelle Arbeit ist kein nettes Extra, sondern grundlegende zivilgesellschaftliche Infrastruktur. Gerade in krisenhaften Zeiten ist sie wichtiger denn je. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die die Realität von Kulturarbeit verstehen und stützen – anstatt sie durch immer mehr Auflagen, kürzere und unsichere Förderzyklen sowie steigenden finanziellen Druck zu erschweren. Ein Manifest soziokultureller Zentren, mit Beteiligung und Impulsen von europaweit über 100 Initiativen.
Symbolbild: Protestkundgebung bei der eine Person ein Schild mit der Aufschrift "Act Not" hochhält Kunst ist Arbeit, Kultur ist Arbeit. Arbeit bedeutet Einkommen und soziale Absicherung. Nicht, wenn es nach dem Willen der jetzigen Regierung um die Absicherung künstlerischer Tätigkeiten und Kulturarbeit geht. Das seit 1.1.2026 geltende Zuverdienstverbot zu AMS-Geldleistungen verhindert entweder die soziale Absicherung oder das Einkommen. Über 1300 Künstler*innen und 138 Kulturinstitutionen und -verbände verlangen daher, das Zuverdienstverbot aufzuheben. Sie sagen Nein zu einer armutsfördernden Maßnahme, die ganz besonders Frauen trifft.
Anknüpfend an das Webinar zum Jahresabschluss vertiefen wir am 9. April Fragen rund um die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung von Kulturvereinen anhand konkreter Praxisbeispiele. Eigene anonymisierte Beispiele können eingebracht und gemeinsam analysiert werden – für mehr Sicherheit in der Umsetzung und eine tragfähige Buchführung im Vereinsalltag.
Buffet beim Konzert, Getränke beim Vereinsabend oder Kuchenverkauf bei Veranstaltungen: Kleinstgastronomie gehört in vielen Kulturvereinen zum Alltag. Steuerlich ist sie jedoch heikel, da gastronomische Tätigkeiten grundsätzlich als begünstigungsschädlicher Betrieb gelten können. Unter bestimmten Voraussetzungen – etwa bei einfachen Angeboten im Rahmen von Kulturveranstaltungen oder bei kleinen Vereinsfesten – sehen die Vereinsrichtlinien jedoch Ausnahmen vor. Ausgabe 3 der Reihe „Aus der Beratungspraxis“ zu steuerrechtlichen Fragen.
Am 2. März 2026 luden die IG Kultur Vorarlberg und die Österreichische UNESCO-Kommission zum Talk „Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation“ ins Theater am Saumarkt. Im Zentrum stand die Frage, welche Rolle Kunst und Kultur in Zeiten gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Umbrüche bereits spielt und welche ihr zugunsten eines guten Lebens für alle im Einklang mit der Natur zukommt. Ausgangspunkt bildete die internationale Debatte um Kultur als „Missing SDG“ innerhalb der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der Abend mit Beiträgen von Künstler:innen und Kulturakteur:innen veranschaulichte, dass Regenerative Kulturarbeit dort entsteht, wo Engagement, Zusammenarbeit und der Mut zum Mitgestalten aufeinandertreffen.