Rechtsauskunft Aberkennung Gemeinnützigkeit Gemeinnützigkeit ist für Kulturvereine keine Selbstverständlichkeit. Entscheidend ist nicht nur, was in den Statuten steht, sondern auch, was ein Verein tatsächlich tut. Beides muss zusammenpassen und einem gemeinnützigen Zweck dienen. Stimmen Statuten, Tätigkeit, Website und Rechnungswesen nicht überein, kann die Gemeinnützigkeit gefährdet sein – mit möglichen steuerlichen Folgen für den Verein.
Mit der Solidaritätskampagne „Kultfür!“ setzen wir gemeinsam mit über 120 Erstunterzeichnenden aus ganz Österreich ein Zeichen für den Erhalt von Kunst und Kultur als öffentliche Aufgabe. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Spielboden Dornbirn am 9. Juni konnten wir auf die Auswirkungen der aktuellen Kürzungen im Kulturbereich sichtbar machen. Bei diesem ersten öffentlichen Auftritt im Schulterschluss mit Partner:innen aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Tourismus formulierten wir unsere Forderung nach verlässlicher Kulturfinanzierung, fairen Arbeitsbedingungen und dem Schutz kultureller Vielfalt. Zugleich laden wir weitere Solidarische ein, sich uns anzuschließen und die Kampagne mitzutragen.
Erhebung, Kulturarbeit, Fakten, Datengrundlage, Vernetzung, QR-Code zur Erhebung, Basisdatenerhebung Vieles was Kulturvereine jeden Tag leisten, ist unsichtbar oder wird als selbstverständlich wahrgenommen. Das wollen wir durch die Erhebung Kulturarbeit heute ändern und untermauert mit Fakten darstellen, was Kulturvereine leisten und unter welchen Bedingungen. Jetzt anonym teilnehmen! Bei Fragen unterstützen wir gerne. Die nächsten offenen InfoSessions dazu gibt es online am 16. und 24. Juni!
„Wer Demokratie will, unterstützt Kunst und Kultur.“ Mit diesem klaren Statement beschreibt Alexandra Abbrederis, neue Obfrau des Spielboden Dornbirn, den gesellschaftlichen Anspruch des größten Kulturzentrums Vorarlbergs. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Kaufmann will sie den Spielboden als offenen Begegnungs- und Diskursort weiterentwickeln. Während öffentliche Förderungen schrumpfen und wirtschaftliche Zwänge wachsen, plädiert Kaufmann dafür, mutig zu bleiben: „Wir müssen uns Neues trauen, Wagnisse eingehen und neue Formate entwickeln.“ Im Gespräch erzählen die beiden, warum Kultur weit mehr ist als Unterhaltung, weshalb Gemeinschaft und Solidarität zentrale Werte ihrer Arbeit sind und warum gerade Krisenzeiten Orte brauchen, an denen Gesellschaft verhandelt werden kann.
Schere im Vordergrund, die einen Schatten wirft in Schwarz-Weiß Pressemitteilung zu den Budgetverhandlungen 2027–2028: Freie Kulturarbeit braucht Planungssicherheit statt Kürzungen von historischem Ausmaß.
Die Vermietung von Räumlichkeiten ist für viele Kulturvereine ein wichtiger Finanzierungsbaustein – steuerlich jedoch kein Selbstläufer. Wann gilt sie noch als zulässige Vermögensverwaltung, wann wird sie zur begünstigungsschädlichen (gewerblichen) Tätigkeit? Der Beitrag gibt einen praxisnahen Überblick zu Abgrenzungsfragen, Umsatz- und Körperschaftsteuer – und zeigt, worauf Vereine achten sollten, um ihre Gemeinnützigkeit abzusichern.
Awareness mit Taktgefühl bieten die Vorarlberger Kulturinitiativen Kammgarn Hard und TiK Dornbirn an Sonntagnachmittagen. Sie prägen damit eine neue Tanzkultur, die ohne Dresscode, Leistungsdruck oder nächtliche Exzesse auskommt. In nur wenigen Stunden tanzt und schwitzt ein stetig größer werdendes Publikum in einem sicheren Raum, der auch ohne Alkohol auskommt. Angelehnt an die Disco-Kultur Manhattans der 1970er Jahre wird die Tanzfläche dabei zum Ort für Gemeinschaft in Freude und Vielfalt. Begrüßt werden die Generationen Baby Boomer bis Alpha.
Die Finanzierung freier Kulturarbeit ist ein Flickwerk. Öffentliche Zuschüsse, so es welche gibt, müssen kleinteilig von unterschiedlichsten Stellen zusammengetragen werden, bis die Finanzierung steht – quer über Gebietskörperschaften und Ressorts hinweg. Damit besteht angesichts drohender Budgetkürzungen eine massive Gefahr: Denn, wenn jede Stelle nur auf die eigene Förderung schaut und „eh nur ein bisschen“ kürzt, kann aus einem kleinen Einschnitt schnell eine existenzieller werden. Umso dringender braucht es jetzt Budgetentscheidungen mit Weitsicht und Verantwortung über die eigene Zuständigkeit hinaus.
Diskriminierung im Kulturbereich Was gilt rechtlich bei Diskriminierung und Belästigung in der Arbeitswelt – und was bedeutet das für kleine Kulturvereine und Initiativen konkret? Was umfasst das Gleichbehandlungsgesetz? Im Webinar am 15. April 2026 um 15:30 mit Nina Kren von der Gleichbehandlungsanwaltschaft geht es um rechtliche Grundlagen, Handlungspflichten im Anlassfall und die Frage, welche Beschwerdewege in kleinen Strukturen tatsächlich zur Verfügung stehen.
Soziokulturelle Arbeit ist kein nettes Extra, sondern grundlegende zivilgesellschaftliche Infrastruktur. Gerade in krisenhaften Zeiten ist sie wichtiger denn je. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die die Realität von Kulturarbeit verstehen und stützen – anstatt sie durch immer mehr Auflagen, kürzere und unsichere Förderzyklen sowie steigenden finanziellen Druck zu erschweren. Ein Manifest soziokultureller Zentren, mit Beteiligung und Impulsen von europaweit über 100 Initiativen.
Symbolbild: Protestkundgebung bei der eine Person ein Schild mit der Aufschrift "Act Not" hochhält Kunst ist Arbeit, Kultur ist Arbeit. Arbeit bedeutet Einkommen und soziale Absicherung. Nicht, wenn es nach dem Willen der jetzigen Regierung um die Absicherung künstlerischer Tätigkeiten und Kulturarbeit geht. Das seit 1.1.2026 geltende Zuverdienstverbot zu AMS-Geldleistungen verhindert entweder die soziale Absicherung oder das Einkommen. Über 1300 Künstler*innen und 138 Kulturinstitutionen und -verbände verlangen daher, das Zuverdienstverbot aufzuheben. Sie sagen Nein zu einer armutsfördernden Maßnahme, die ganz besonders Frauen trifft.
Anknüpfend an das Webinar zum Jahresabschluss vertiefen wir am 9. April Fragen rund um die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung von Kulturvereinen anhand konkreter Praxisbeispiele. Eigene anonymisierte Beispiele können eingebracht und gemeinsam analysiert werden – für mehr Sicherheit in der Umsetzung und eine tragfähige Buchführung im Vereinsalltag.