Kulturbündnis Vorarlberg

Anfang 2024 gründete sich auf Initiative der IG Kultur Vorarlberg ein neues Netzwerk mit Interessensvertretungen verschiedener Kunst- und Kultursparten der freien Szene. Das Vorarlberger Kulturbündnis ist ein informell organisierter Zusammenschluss von Interessensvertretungen der Kunst und Kultur und verfolgt das Ziel, eine gemeinsame Stimme zu bilden und damit insbesondere kulturpolitische Anliegen aus Kunst und Kultur nach außen zu vertreten. 

Dem Kulturbündnis gehören die Vereine IG Kultur Vorarlberg, IG Freie Theater, netzwerkTanz Vorarlberg, Landesverband Vorarlberg für Amateurtheater, literatur:vorarlberg, Literaturhaus Vorarlberg, Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs, KunstVorarlberg, IGFM - Interessengemeinschaft Freie Musikschaffende und filmwerk an. In dieser Liste mit Stand Januar 2026 sind neben den Links zu den Interessensvertretungen auch die Ansprechpersonen angegeben.


Foto: Beim Netzwerk-Treffen am 16. April 2024 bei netzwerkTanz Vorarlberg in Dornbirn. V.l.n.r.: Mirjam Steinbock, Natalie Begle-Hämmerle, Stephanie "Momo" Beck, Claudia Voit, Kurt Gehring, Beate Anna Buchsbaum, Claudia Grava.


Die Vorarlberger Kulturabteilung, die Förderansuchen von Kunst- und Kulturakteur:innen sowie kulturellen Einrichtungen abwickelt und die Schnittstelle zur politischen Kultur-Vertretung ist, ist nicht Mitglied des Kulturbündnisses. Wir pflegen jedoch einen engen Kontakt und haben die Möglichkeit, Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Kulturszene direkt zu kommunizieren und Entwicklungen herbeizuführen.

Die erste gemeinsame Aktion war eine Umfrage zu Kunst- und Kulturförderungen des Landes Vorarlberg mit dem Ziel, über aktuelle wie akute Fragen im Kultursektor Informationen darüber zu erhalten, wie das Förderwesen des Landes Vorarlberg transparenter und leichter handhabbar gemacht werden kann. Wir berichteten auf unserer Website in diesem Artikel darüber. Die Fragensammlung soll mit Antworten dann in eine FAQ-Liste münden - so die gemeinsam erklärte Absicht von Kulturbündnis und Kulturabteilung des Landes.

Die am 29.04.2024 begonnene Umfrage über survio.com endete am 29.05.2024. In der Laufzeit eines Monats erreichten uns 53 Antworten. 123 von 176 Besucher:innen beendeten den Fragebogen vollständig, was einer Rate von 30,1% entspricht. Es beteiligten sich 16 Kulturvereine/Kulturveranstalter:innen, 29 Kunst- und Kulturakteur:innen, 19 bestehende Fördernehmer:innen und 9 zukünftige Förderwerber:innen. Mit unseren vorgegebenen sowie weiteren individuell gestellten Fragen belief sich das Umfrageergebnis insgesamt 91 Fragen und Rückmeldungen zu Kulturförderungen und zum Antragswesen.

In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg wurde in den folgenden Monaten jede der 91 Fragen im Detail gesichtet und diskutiert. Die Beantwortung war nicht immer leicht, wir betrachten - da wir zum Stand Februar 2026 noch immer damit beschäftigt sind - jede einzelne Frage und Rückmeldung für relevant und möchten darauf Antwort geben. In diesem gemeinsamen Prozess, der die Aufgaben und Verantwortungen von uns Interessensvertretungen nochmals präzisierte, erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Arbeitsbedingungen von Kunst- und Kulturakteur:innen sowie Einrichtungen. Damit sensibel und der künstlerischen/kulturellen Arbeit förderlich umzugehen, war sowohl für uns vom Kulturbündnis als auch für die Vorarlberger Kulturabteilung von großer Bedeutung. Die Fragensammlung sollte 2025 mit Antworten in eine FAQ-Liste münden, war jedoch in der Bearbeitung so intensiv, dass die Veröffentlichung auf 2026 verschoben werden muss.


Die gemeinsame Arbeit an den FAQs zeigt positive Effekte
Sie hat Auswirkungen durch die kontinuierliche Kommunikation zwischen Interessensvertretungen und Kulturabteilung, was sich beispielsweise in der umfangreicheren Kenntnis um die Praxis und die Herausforderungen des Vorarlberger Kunst- und Kultursektors zeigt. Bereits bearbeitete Themen konnten somit auch in den aktuellen Evaluationsprozess der Förderinstrumente im Kulturbereich, den die Abteilung Kultur des Landes Vorarlberg seit Frühjahr 2025 betreut und bearbeitet, einfließen. So fanden die Akteur:innen des Kulturbündnisses am 12. Januar 2026 auf Einladung der Vorarlberger Kulturabteilung in der Fokusgruppe „IGs im Bereich zeitgenössische Kunst und Kulturarbeit“ zusammen. Die leitende Fragestellung der Gruppenarbeit bestand darin, ob die Förderpraxis des Landes Vorarlberg mit den in der Kulturstrategie definierten Handlungsfeldern und Schwerpunktsetzungen übereinstimmt. Dieser umfassende und alle Sparten betreffende Prozess - begleitet von Thomas Philipp, Leiter des Forschungsinstituts LIquA, soll bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist es, die daraus abgeleiteten Ergebnisse und Empfehlungen ab Mitte 2026 bereits in die Förderpraxis zu implementieren. Auch in dieser Fokusgruppenarbeit konnten wir die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse einfließen lassen.

Forschungsgruppe IGs_2Fokusgruppe IGs_12

Foto: Die Forschungsgruppe am 12. Januar 2026 in der Villa Wacker Bregenz. V.l.n.r. hinten: Evelyne M. Fricker, Claudia Grava, Mirjam Steinbock, Claudia Voit, Erika Kronabitter, Sarah Kirsch. V.l.n.r. vorne: Katherine Haas, Jakob Mehrrat, Johanna Kohler.

Wir bitten um Eure Fragen zu Vorarlberger Kunst- und Kulturförderungen

(13.05.2024) Anfang des Jahres 2024 gründete sich auf Initiative der IG Kultur Vorarlberg ein neues Netzwerk mit Interessensvertretungen verschiedener Kunst- und Kultursparten der freien Szene. Das informell organisierte "Kulturbündnis Vorarlberg" beleuchtet für die autonome Szene relevante Themen und setzt sich für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen ein. Die erste Aktion ist eine Umfrage. In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg zielt diese darauf ab, über Detailinformationen