Kulturbündnis Vorarlberg
Anfang 2024 gründete sich auf Initiative der IG Kultur Vorarlberg ein neues Netzwerk mit Interessensvertretungen verschiedener Kunst- und Kultursparten der freien Szene. Das Kulturbündnis Vorarlberg ist ein informell organisierter Zusammenschluss und verfolgt das Ziel, eine gemeinsame Stimme zu bilden und damit insbesondere kulturpolitische Anliegen aus Kunst und Kultur nach außen zu vertreten.
Dem Kulturbündnis gehören die Vereine IG Kultur Vorarlberg, IG Freie Theater, netzwerkTanz Vorarlberg, Landesverband Vorarlberg für Amateurtheater, literatur:vorarlberg, Literaturhaus Vorarlberg, Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs, KunstVorarlberg, IGFM - Interessengemeinschaft Freie Musikschaffende und filmwerk an. In dieser Liste mit Stand Juli 2026 sind neben den Links zu den Interessensvertretungen auch die Ansprechpersonen angegeben.
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V.l.n.r., stehend: Nina Amann (netzwerkTanz Vorarlberg), Evelyne M. Fricker (KunstVorarlberg), Claudia Grava (netzwerkTanz), Sarah Kirsch (Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs), Tobias Fend (IG Freie Theater). V.l.n.r. sitzend: Jakob Mehrrath (Filmwerk Vorarlberg), Katherine Haas (Landesverband Amateurtheater Vorarlberg), Mirjam Steinbock (IG Kultur Vorarlberg). © Verena Knöpfle
Schnittstellen-Bildung
Mit der Vorarlberger Kulturabteilung, die Förderansuchen von Kunst- und Kulturakteur:innen sowie kulturellen Einrichtungen abwickelt und die Schnittstelle zur politischen Kultur-Vertretung ist, stehen wir in engem Kontakt und haben die Möglichkeit, Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Kulturszene direkt zu kommunizieren und Entwicklungen anzustoßen.
Die erste gemeinsame Aktion war eine Umfrage 2024 zu Kunst- und Kulturförderungen des Landes Vorarlberg mit dem Ziel, über aktuelle wie akute Fragen im Kultursektor Informationen darüber zu erhalten, wie das Förderwesen des Landes Vorarlberg transparenter und leichter handhabbar gemacht werden kann. Wir berichteten auf unserer Website in diesem Artikel darüber. Die Fragensammlung sollte mit Antworten in eine FAQ-Liste münden - so die gemeinsam erklärte Absicht von Kulturbündnis und Kulturabteilung des Landes.
Die am 29.04.2024 begonnene Umfrage über survio.com endete am 29.05.2024. In der Laufzeit eines Monats erreichten uns 53 Antworten. 123 von 176 Besucher:innen beendeten den Fragebogen vollständig, was einer Rate von 30,1% entspricht. Es beteiligten sich 16 Kulturvereine/Kulturveranstalter:innen, 29 Kunst- und Kulturakteur:innen, 19 bestehende Fördernehmer:innen und 9 zukünftige Förderwerber:innen. Mit unseren vorgegebenen sowie weiteren individuell gestellten Fragen belief sich das Umfrageergebnis insgesamt 91 Fragen und Rückmeldungen zu Kulturförderungen und zum Antragswesen.
In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg wurde in den folgenden Monaten jede der 91 Fragen im Detail gesichtet und diskutiert. In diesem gemeinsamen Prozess, der die Aufgaben und Verantwortungen von uns Interessensvertretungen nochmals präzisierte, erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Arbeitsbedingungen von Kunst- und Kulturakteur:innen sowie Einrichtungen. Es war sowohl uns als auch für die Kulturabteilung des Landes Vorarlberg sehr wichtig, mit der Fülle an Rückmeldungen und Inhalten sensibel und offen umzugehen. Die Fragensammlung mündete Anfang Juli 2026 mit Antworten in einer FAQ-Liste.

Die Effekte der Zusammenarbeit
Die gemeinsame Arbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg zeigt ihre Wirkung aktuell z.B. darin, dass besprochene Themen im aktuell stattfindenden Evaluationsprozess der Förderinstrumente im Kulturbereich, den die Abteilung Kultur des Landes Vorarlberg seit Frühjahr 2025 betreut und bearbeitet, einfließen. Am 12. Januar 2026 wurden wir von der Vorarlberger Kulturabteilung in der Fokusgruppe „IGs im Bereich zeitgenössische Kunst und Kulturarbeit“ eingeladen. Die leitende Fragestellung der Gruppenarbeit bestand darin, ob die Förderpraxis des Landes Vorarlberg mit den in der Kulturstrategie definierten Handlungsfeldern und Schwerpunktsetzungen übereinstimmt. Dieser umfassende und alle Sparten betreffende Prozess - begleitet von Thomas Philipp, Leiter des Forschungsinstituts LIquA, soll im Herbst 2026 präsentiert werden.

V.l.n.r.: Claudia Voit (Kulturabteilung des Landes Vorarlberg), Erika Kronabitter (literatur:vorarlberg), Sarah Kirsch (Künstlervereinigung), Mirjam Steinbock (IG Kultur Vorarlberg), Katherine Haas (Landesverband Amateurtheater Vorarlberg), Claudia Grava (netzwerkTanz Vorarlberg), Johanna Kohler (Kulturabteilung) und Jakob Mehrrath (Filmwerk Vorarlberg). © Kulturabteilung