Große Gruppe Jugendlicher sitzt im Workshopraum des rotor und verfolgt einen Vortrag. Die IG Kultur Steiermark hat wie schon im letzten Jahr in Kooperation mit der Abteilung 9 des Landes Steiermark (Kulturstrategie 2030) eine Workshopreihe zu Themen rund um das Arbeiten im Bereich Kunst und Kultur umgesetzt. Diese richtete sich gezielt an Schüler:innen der Grazer Ortweinschule. Nachfolgend findet sich ein kurzer Bericht zur diesjährigen Umsetzung.
Fridays for Future Demo Das Doppelbudget für Österreich wird beschlossen. Damit wird festgelegt, wohin staatliche Gelder bis 2029 fließen werden. Es sollen 5,1 Milliarden Euro eingespart werden, das trifft die, die eh schon wenig haben. Einen Beitrag zum Klimaschutz gibt es im bisherigen Budgetentwurf auch nicht. Gleichzeitig verschenkt die Bundesregierung jährlich 5,7 Milliarden Euro mit klimaschädlichen Förderungen: Demo zum Budget am 22.05. um 15:30 Uhr.
Die künftige EU-Kulturpolitik wird derzeit an mehreren Stellen neu verhandelt. Während das Europäische Parlament mehr Geld für AgoraEU fordert, ist noch nichts entschieden. Gleichzeitig droht Kultur in anderen großen EU-Programmen an Sichtbarkeit zu verlieren, und auch der Culture Compass bleibt vorerst ein strategischer Rahmen ohne bindende Wirkung. Ein kurzer Überblick über den aktuellen Stand.
Die Kultur sowie die freie Kulturszene können eine bedeutsame demokratisierende Kraft sein. Doch Kultur kann auch für antidemokratische Zwecke instrumentalisiert werden – dessen ist sich insbesondere die extreme Rechte bewusst. Welche Rolle spielt Kultur also in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, und wie kann Demokratisierung durch Kultur gelingen? Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Episode von „KiKK OFF za kulturo“.
AMS Zuverdienstverbot Das Ende der Möglichkeit zum Zuverdienst zu AMS-Geldleistungen fördert Armut, verhindert Erwerbstätigkeit und trifft insbesondere Frauen sowie alle in prekärer Arbeit. Apropos: Kunst und Kultur! Erwerbsbiografien in Kunst und Kultur sind vor allem eines: vielfältig. Die soziale Lage (Wetzel et al. 2018; Unger et al. 2024): verheerend. Die Armutsgefährdung unter Künstler*innen ist fünfmal so hoch wie unter den Erwerbstätigen insgesamt. Erwerbslose Phasen gehören ebenso typisch zur Berufsrealität in Kunst und Kultur wie Peaks mit überbordenden Arbeitszeiten und ein Zusammenspiel unterschiedlicher Erwerbsformen.
Arbeitsmöglichkeiten gehen verloren, Existenzen in Kunst und Kultur immer schwerer, Bedingungen verschlechtert Zwischenbilanz nach vier Monaten Zuverdienstverbot anlässlich des Tags der Arbeitslosen am 30. April: Anstatt die soziale Absicherung in Kunst- und Kulturberufen zu verbessern wird sie faktisch untergraben. Denn für viele nicht durchgehend Beschäftigte bedeutet das: Entweder soziale Absicherung oder Einkommen. Damit werden aus Beschäftigungskrisen Existenzkrisen. Zu Verbesserungen bei den Beschäftigungsverhältnissen führt diese Regelung in Kunst und Kultur nicht.
Schere im Vordergrund, die einen Schatten wirft in Schwarz-Weiß Pressemitteilung zu den Budgetverhandlungen 2027–2028: Freie Kulturarbeit braucht Planungssicherheit statt Kürzungen von historischem Ausmaß.
Protestkundgebung der Initiative #Kulturlandretten in Graz: Teilnehmer:innen halten ein Banner mit der Aufschrift ‚#Kulturlandretten‘ hoch. In der April Ausgabe des Kulturradios geht es um den aktuellen Stand sowie Rück- und Ausbick der Initiative #Kulturlandretten.
Förderpolitik, Ko-Finanzierung, Doppelförderung, Kulturförderung, – Fallen bald alle? Fallende Kegel als Sinnbild Aktuell arbeitet die Bundesregierung im Rahmen der Förder-Taskforce nicht nur an einem Plan zur Kürzung der Förderungen, sondern auch an einer grundsätzlichen strategischen Neuausrichtung des Förderwesens. Viel Lärm um nichts oder das Ende der Kulturförderung? Die Analyse der geplanten Änderungen.
Wie organisieren sich Kulturvereine und selbstverwaltete Räume so, dass sich alle einbringen können, Verantwortung geteilt wird und zugleich Entscheidungen möglich sind? Nina Vobruba spricht mit Hans-Christian Hasselmann vom DAS LOT sowie mit Ariane Oechsner von TRAP und Idiom über Räume für Prozesse, konkrete Methoden der Zusammenarbeit und Entscheidungsstrukturen in der freien Kulturarbeit.