ReGen - Regenerative Kulturarbeit

ReGen_Sujet

 

2026 feiert die IG Kultur Vorarlberg 35 Jahre Vereinsbestehen und präsentiert Mitglieder, Kulturinitiativen, Kulturvereine und soziokulturelle Zentren als blühendes Feld mit all seinen gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Elementen. 

Als Jubiläumsthema haben wir das Thema Regenerative Kulturarbeit gewählt. Der Begriff ist noch neu und unbespielt und das ist Grund genug, 2026 die grüne Wiese zu erobern. Wir ordnen Regeneration so ein, dass sie über das reine Überstehen hinausgeht.
Während das Konzept der Nachhaltigkeit darauf zielt, Bestehendes zu bewahren, geht Regeneration einen Schritt weiter: Sie fragt, wie Kulturarbeit das Lebendige stärken, Kreisläufe fördern und gesellschaftliche Resilienz neu begründen kann.

Eine regenerative Kulturarbeit pflegt Beziehungen. 
Aus unserer Sicht beinhaltet sie Fairness und Gleichberechtigung, sie fördert Gesundheit und stärkt Kulturorganisationen wie andere Einrichtungen als lebendige Systeme im Einklang mit ihrer Umwelt. Sie ist zutiefst demokratisch, folgt ökologischen Wirtschafts-Kreisläufen und hilft Menschen, sich als Teil der Natur wahrzunehmen. Sie schafft Zuversicht und versteht Kulturbetriebe als lebendige und sich stets verändernde Systeme, die nicht nur auf Krisen reagieren, sondern aktiv zu einem blühenden Umfeld beitragen.

Zur Erreichung vielfältiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bereiche und Interessen binden wir auch zukunftsbewusste Unternehmen ein. Diese sind eingeladen, die für sie relevanten Impulse einzubringen und an kulturell motivierten Arbeitsweisen und kreativen, künstlerischen Ansätzen teilzuhaben, die in die eigene Arbeitswelt implementiert werden können.
 

Mit dem Projekt #ReGen erforschen wir, auf welche Art Kultureinrichtungen und deren künstlerische Programme zu Orten der Erholung, Kraft und sozialen wie ökologischen Perspektive werden. Das Thema soll mit bestehenden und zukünftigen Inhalten unserer Mitgliedseinrichtungen und neuen Partner:innen zu einem lebhaften Kulturorganismus werden. 

Ein breit angelegter Partizipationsprozess ist uns wichtig, vom 9. Dezember 2025 bis 15. Februar 2026 luden wir zu einer öffentlichen Umfrage ein, die uns 45 Antworten brachte. Für Mitglieder und Partnereinrichtungen veranstalteten wir zwei Neujahrsgespräche am 26. und 27. Januar in der Zirkushalle Dornbirn und im Hotel Schwärzler in Bregenz, bei denen unser Themenpartner DDr. Christoph Thun-Hohenstein in Keynotes zu hören war und wir in den Austausch kamen. Dazu luden wir auch andere Bereiche wie Umwelt & Wissenschaft, Bildung & Soziales, Politik & Verwaltung, Industrie & Wirtschaft zum Mitdenken und gemeinsamen Handeln ein. 

Erste öffentliche Veranstaltung
Am Montag, 2. März 2026 um 17 Uhr, geht das Thema zum ersten Mal öffentlich. Gemeinsam mit der Österreichischen UNESCO-Kommission veranstalten wir den UNESCO-Talk Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation im Theater am Saumarkt Feldkirch und laden alle Interessierten dazu ein.

Wie wichtig Regeneration in unserem Leben ist, zeigen wir 2026 mit unseren Mitgliedern und bekannten wie jungen Partner:innen in der Sprache fantastischer, visionsreicher, humorvoller und nährender Projekte. Deshalb freuen wir uns auf viele Impulse für eine gemeinsame Wirkung, die verbindet.
 

"Regeneration ist kein exzentrisches Thema, sondern das Hauptthema, das uns in die Zukunft führt. 
Wenn wir an dem arbeiten, stärken wir alle Institutionen."

DDr. Christoph Thun-Hohenstein, Kunstmanager und künstlerischer Leiter der Zukunftsplattform ReGenerativa
 

Hintergrund:
Seit einigen Jahren haben wir als Interessensvertretung für aktuell 61 unabhängige Vorarlberger Kultureinrichtungen und -akteur:innen das Thema Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb im Fokus. Ein bewusster Einsatz menschlicher und natürlicher Ressourcen ist unabdingbar, um unsere Zukunft und auch die Kultureinrichtungen existent zu halten. Nachhaltig zu agieren ist jedoch nicht genug, denn nur so viel zu verbrauchen wie unbedingt nötig, bohrt weiter an jenen Ressourcen, die schon längst erschöpft sind. Eine regenerative Kulturarbeit wie wir sie verstehen, ist mehr als das. Sie gibt dem gesellschaftlichen Leben Nahrung und füllt das Konto des Lebens im Umgang mit Systemen und dem Bewusstsein, dass alles miteinander verbunden ist. 

Zahlreiche Kulturinitiativen arbeiten bereits heute regenerativ: Mit kooperativen Strukturen, ökologischer Bewusstseinsbildung und künstlerisch-sozialer Innovation. Einige Beispiele dafür sind Die Pforte, die Kammgarn Hard, der Verein bahnhof Andelsbuch, der Spielboden Dornbirn, das W*ORT Lustenau, walktanztheater.com, das Frauenmuseum Hittisau oder das Festival Walserherbst. Regenerative Kulturarbeit nährt Beziehungen, fördert Resilienz und stärkt Organisationen als lebendige Systeme inmitten unserer Umwelt. Sie lässt Menschen als Teil der Natur verstehen und bringt in jenes verantwortungsvolle Handeln, das ein blühendes Umfeld schafft.

 

Ein Dank an:

  • Dr. Martin Grassberger, der mit seinen Impulsen und dem Buch Regenerativ - Aufbruch in ein neues ökologisches Zeitalter ein wichtiger Impulsgeber ist,
  • DDr. Christoph Thun-Hohenstein, der uns seit seinem finalen Arbeitstag als Sektionschef im österreichischen Außenministeriums und jetzt als künstlerischer Leiter der Zukunftsplattform ReGenerativa als Themenpartner zur Seite steht,
  • Astrid Neumayr & Lena Seeberger vom Ahoi Atelier für Gestaltung für die Übersetzung unserer Vision in eine visuelle Gestalt,
  • Daniela Kaulfus und Magdalena Venier von Pzwei. Pressearbeit. für das motivierende Zuhören und reflektierende Nachfragen.
  • Die Zirkushalle Dornbirn für den Ausstragungsort des neujahrsgespräches am 26. Januar 2026.
     

Partner:innen:
Das Hotel Schwärzler in Bregenz war dem Thema Regeneration sofort zugeneigt. Wir freuen uns über unseren ersten Partner und die Verknüpfung von Kulturarbeit und Tourismus zugunsten einer wertschätzenden und achtsamen Gastgeber:innenschaft in Vorarlberg. Das Hotel war Austragungsort unseres Neujahrsgesprächs am 27. Januar 2026.

Hotel Schwärzler Bregenz

 

Unsere Kooperationspartnerin des Talks Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation am 2. März 2026 im Theater am Saumarkt ist die Österreichische UNESCO-Kommission.

Unesco

Vielen Dank an unsere Subventionsgeber:innen:

Vorarlberg unser Land

 

     Stadt Feldkirch                 Bregenz   

      Stadt Bludenz          Stadt Dornbirn

Hohenems          Marktgemeinde Lustenau

            

 

#ReGen-Umfrage in Vorarlberg – Stimmungsbild zur Regenerativen Kulturarbeit

Wir haben mit der Umfrage #ReGen Kulturakteur:innen und Interessierte von Mitte Dezember 2025 bis Februar 2026 eingeladen, ihre Erfahrungen, Meinungen und Wünsche zum Jubiläumsthema „Regenerative Kulturarbeit“ mit uns zu teilen. Die Ergebnissammlung bildet keinen repräsentativen Querschnitt, sondern ist vielmehr als Instrument zu verstehen, um in´s Thema einzusteigen und es zu definieren. Wir verzichteten bewusst auf die Angabe unserer eigenen Begriffsdefinition und überließen die Interpretation den Teilnehmenden

UNESCO-Talk in Feldkirch: Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation

Am Montag, 2. März 2026, laden die IG Kultur Vorarlberg und die Österreichische UNESCO-Kommission zu einem diskursiven Abend im Theater am Saumarkt. Mit künstlerischen Impulsen und Einblicken von Expert:innen aus Kunst, Kultur, Umwelt und Politik werden regenerative Aspekte in Kunst und Kultur beleuchtet. Zu Gast sind Klimabotschafterin und Musikerin Lea Brückner, Autorin Sarah Kuratle, Interessensvertreterin der Bildenden Kunst Daniela Koweindl, Matthias Merta vom Biosphärenpark Großes Walsertal

IG Kultur Vorarlberg startet Umfrage zu Regenerativer Kulturarbeit

2026 feiern wir von der IG Kultur Vorarlberg unser 35-jähriges Vereinsbestehen und das nehmen wir zum Anlass, um gemeinsam nach vorne zu denken: Mit #ReGen - Regenerative Kulturarbeit widmen wir uns in einem Beteiligungsprozess der Frage, auf welche Weise Kulturarbeit Kraft geben und verbinden kann. Wir starten mit einer Umfrage, zu der Künstler:innen, Kulturarbeiter:innen, Kulturwissenschaftler:innen, ehrenamtlich Tätige und alle Interessierten mit ihrem Wissen und ihren Ein-