IG Kultur Vorarlberg setzt im Jubiläumsjahr auf Regeneration

Die IG Kultur Vorarlberg stellt ihr 35-jähriges Jubiläum unter das Thema Regenerative Kulturarbeit und erforscht gemeinsam mit über 60 Mitgliedseinrichtungen sowie Partner:innen aus Politik, Wirtschaft, Umwelt und Sozialem die gesellschaftliche und ökologische Zukunftskraft von Kultur. Den Auftakt bildeten Ende Januar zwei Neujahrsgespräche mit über 70 Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, Vorarlberger Landtag, Naturschutz, Industrie und Wirtschaft, Tourismus und Sozialbereich. Die erste öffentliche Diskursveranstaltung findet am 2. März im Theater am Saumarkt in Kooperation mit der Österreichischen UNESCO-Kommission statt. Ziel ist, Kunst und Kultur als regenerative Kraft für Gesellschaft, Umwelt und kommende Generationen sichtbar zu machen.

 

Interessensvertretung lädt zur Mitwirkung an regenerativer Kulturarbeit ein
Presseaussendung, Feldkirch, 9. Februar 2026

Wie erhalten und schaffen wir Orte, die uns Kraft und Erholung schenken und im Einklang mit der Natur stehen? Mit dieser Frage startet die IG Kultur Vorarlberg in ihr Jubiläumsjahr und lädt zur Mitgestaltung ein. Seit 35 Jahren vertritt der Verein unabhängige Kulturinitiativen und rückt nun deren regenerative Wirkung ins Zentrum. Den Auftakt bildeten Ende Januar zwei Neujahrsgespräche mit über 70 Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, Vorarlberger Landtag, Naturschutz, Industrie und Wirtschaft, Tourismus und Sozialbereich. Themenpartner DDr. Christoph Thun-Hohenstein betonte in seinen Impulsvorträgen, dass eine zukunftsfähige Gesellschaft v.a. Transparenz, Zukunftsmut und Kooperationsbereitschaft brauche. 

„Der Mensch ist kein Homo oeconomicus, sondern ein soziales Wesen", gibt der Vertreter des digitalen Humanismus zu bedenken und appelliert an die Zuhörenden: "Wir sind kooperationsfähig und brauchen Kooperationsbegeisterung; ohne sie werden wir die Zukunft nicht bewältigen.“
Diskutiert wurde an beiden Abenden insbesondere über die Zukunftsfähigkeit kultureller und wirtschaftlicher Betriebe sowie die Beteiligung junger Menschen. Die erste öffentliche Veranstaltung zum Thema findet am 2. März 2026 in Kooperation mit der Österreichischen UNESCO-Kommission in Feldkirch statt.

 

Umfassender Beteiligungsprozess

Die Neujahrsgespräche sind Teil eines seit 2025 laufenden Beteiligungsprozesses. Unter dem Leitbegriff Regenerative Kulturarbeit bündelt die IG Kultur Vorarlberg Erfahrungen aus Kunst, Zivilgesellschaft und ressourcenbewusstem Handeln. Mit dem Projekt #ReGen erforscht sie gemeinsam mit Mitglieds- und Partnereinrichtungen aus Naturschutz, Forschung, Industrie und Tourismus, inwiefern kulturelle Praxis Beziehungen stärkt, Resilienz fördert und ökologische Verantwortung sichtbar macht.


IG Kultur Vorarlberg-Geschäftsführerin Mirjam Steinbock hält die regenerative Kraft von soziokultureller Arbeit für elementar und verbindend: "Gemeinnützige Kulturarbeit ist ein Schlüssel, mit dem Menschen zu Mitgefühl, Freude, Kreativität Gesundheit und Fürsorge gelangen.“ Diese Potenziale gelte es zu stärken und für kommende Generationen wirksam zu machen: „Wir haben Ideen, ein großes Netzwerk und sind kooperationsfreudig. In Kulturbetrieben können wir sicht- und spürbar zu machen, was gesellschaftlich, wirtschaftlich und ökologisch benötigt wird und zukunftsfähig ist."  

Obmann Leon Boch ergänzt: „Regenerative Kulturarbeit geht weit über Ressourcenschonung hinaus. Sie stärkt Beziehungen, fördert Resilienz und versteht Kulturorganisationen als lebendige Systeme im Zusammenspiel mit ihrer Umwelt.“

 

Stimmen aus Jugendbeteiligung und Tourismus

„Für uns bedeutet regenerative Kulturarbeit, Räume zu schaffen, die Gäste, Kultur und Umwelt gleichermaßen stärken“ , sagt Sebastian Steurer, Direktor des Hotel Schwärzler Bregenz und Regenerativ-Kooperationspartner.

„Wir jungen Menschen sollten in Gespräche über Arbeitswelten und Zukunftsmodelle einbezogen werden.“ Viele ihrer Generation wollten Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv mitgestalten, so die Schülerin und Kulturaktivistin Valentina Jussel vom W*ORT Lustenau.

 

Beteiligungsprozess und öffentliche Veranstaltung

Eine Umfrage zum Thema läuft noch bis 15. Februar 2026. Beiträge aus Kunst und Kultur ebenso wie aus anderen gesellschaftlichen Bereichen fließen direkt in die Projekte des Jubiläumsjahres ein und bilden die Grundlage für weitere Kooperationen. 

Die erste öffentliche Veranstaltung findet am 2. März im Theater am Saumarkt in Kooperation mit der Österreichischen UNESCO-Kommission statt. Unter dem Titel „Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation“ diskutieren internationale und regionale Stimmen unter künstlerischer Mitwirkung, wie Natur und Kultur sich im Sinne eines gesellschaftlichen Wandels ergänzen können. Der Abend findet im Rahmen der Klausurtagung der UNESCO ARGE Kulturelle Vielfalt statt.


Zum Verein

Seit ihrer Gründung 1991 vertritt die IG Kultur Vorarlberg die Interessen unabhängiger Kulturvereine und -veranstalter und vereint heute 61 Einrichtungen. Ihr Jubiläumsjahr versteht sie als Einladung, Kulturarbeit als regenerative Kraft gemeinsam weiterzuentwickeln.