Fair Pay Day

Gemeinsam mit der IG Kultur und IG KiKK veranstaltet der Container 25 am 26. November einen Fair Pay Day, um die lückenhafte Finanzierung zur Umsetzung fairer Bezahlung von Kulturarbeiter:innen und Künstler:innen aufzuzeigen: Seit heuer gibt es erstmals gesonderte Zuschüsse, um die Bezahlung im Kulturbereich zu verbessern. Leider sind diese noch weit davon entfernt, den tatsächlichen Fair-Pay-Gap zu schließen. Im Fall des Container 25 lassen sich mit diesen Mitteln gerade mal eine (!) Veranstaltung im Jahresprogramm mit Fair Pay umsetzen, die restliche Kulturarbeit ist un(ter)bezahlt. Gemeinsam fordern wir den Bund, das Land Kärnten/Koroška und die Gemeinden bzw. Städte zur Übernahme der Verantwortung auf. Es braucht mehr als nur Absichtsbekundungen!

Kulturarbeiter:innen und Künstler:innen leisten wertvolle Arbeit, die in den meisten Fällen schlecht oder gar nicht bezahlt ist. Die IG Kultur fordert seit über 10 Jahren faire Bezahlung in der freien Kulturarbeit und erschuf die Fair Pay Kampagne, um angemessene Honorare, Gagen oder Gehälter durch entsprechende Subventionsleistungen der öffentlichen Hand zu sichern. Obwohl es diese Kampagne nun endlich auch in ein Regierungsprogramm geschafft hat, bleiben bisweilen die meisten Kulturinitiativen in prekären Budgetverhältnissen erstarrt.

Die freie Kulturinitiative Container25 organisiert in Kooperation mit der IG KULTUR und IG KiKK erstmalig einen Fair Pay Day, an welchem alle beteiligten Kulturarbeiter:innen und Künstler:innen nach dem Fair Pay Gehaltsschema bezahlt werden, freilich nicht weil es budgetbedingt leicht möglich ist, sondern um aufzuzeigen, welche große Lücke zwischen fairer Bezahlung und bisweilen gelebter Praxis in der Kulturarbeit vorliegt, und dass es eine strukturelle Neuausrichtung der Förderpolitik benötigt.

Nur eine faire Förderpolitik aller Gebietskörperschaften führt zu fairer Bezahlung. Die IG Kultur präsentiert an diesem Abend eine Aktionskampagne, welche die Gebietskörperschaften dazu auffordert, die Verantwortung für die sozial- und arbeitspolitischen Auswirkungen ihrer Förderpolitik zu übernehmen und eine Verbes-
serung der sozialen und ökonomischen Lage der Kunst- u. Kulturarbeiter*innen durch geeignete Maßnahmen herbeizuführen.
Derzeit vergibt nur der Bund Fördermittel für Fair Pay, und diese nicht immer in benötigter Höhe. Das Land Kärnten hat bisher nur an vereinzelte Initiativen Fair-Pay-Zuschüsse gewährt. Etwaige Erhöhungen der (nicht validierten) Kulturförderung werden von der Inflation aufgefressen.

 

„Fair Pay Day“

im Rahmen des Konzertabends mit Lukas Lauermann, Ali Gaggl & Primus Sitter

SA, 26. November 2022 | 20.00

CONTAINER 25, Sandsteinweg 8
9411 St. Michael bei Wolfsberg

Eintritt: € 20,-- / Ermäßigungen an der Abendkasse

Reservierungen unter 0650/9241525 oder @email möglich.

 

Der Abend wird live auf Radio Agora 105,5 übertragen.

Fair Pay Day im Container 25
(c) Nina Radeschnig

LUKAS LAUERMANN

Wer sich für Musik made in Austria interessiert, hat ihn auf die eine oder andere Art wohl schon einmal spielen gehört. Sei es bei einem Konzert mit Alicia Edelweiss, Donauwellenreiter oder dem Nino aus Wien, auf einem Tonträger von Soap&Skin oder Wanda, im Volkstheater, bei einer Performance von Gelitin oder aus den Boxen im Kinosaal. Lukas Lauermann, "der wohl vielseitigste und produktivste Cellist des Landes" (Der Standard), ist aber nicht nur gefragter Mitmusiker. Auch solo ist er sehr erfolgreich unterwegs: vom Popfest Wien, über das Banksy Hotel in Betlehem, weiter nach Peking, bis zum Rockclub in Seattle.

Mit 'Interploitation' veröffentlicht er im November dieses Jahres sein drittes Album auf dem er einmal mehr einen "Schritt ins Unbetretene" (Robert Rotifer/FM4) wagt. Effektgeräte waren schon immer Teil seines Klangkosmos zwischen Alternative Pop und zeitgenössischer Klassik. Auf den Stücken des neuen Albums widmet er sich aber ganz ausschließlich dieser elektronischen Facette. Lukas Lauermann lässt das Cello im Koffer, spielt dessen Töne über Sampler und Tapes ab und dreht an den Knöpfen und Reglern seiner Pedale. Mit Spiel- und Experimentierfreude greift er radikal in bestehende Aufnahmen ein.

Auf Tour sind natürlich auch ältere Nummern im Gepäck: "Töne aus einer fernen Welt, ein Konzentrat aus dem Schönstmöglichen", wie der Falter in seinen Jahrescharts schrieb. Da wird das Cello gerne wieder aus dem Koffer geholt.

medienmanufaktur.com/lukaslauermann

ALI GAGGL & PRIMUS SITTER

Die Vokalkünstlerin Ali Gaggl und Gitarrist Primus Sitter sind schon lange ein eingespieltes Team, nicht nur durch ihr gemeinsames Engagement im „Upper Austrian Jazz Orchestra“ ist eine langjährige musikalische Verbindung zwischen den beiden AusnahmemusikerInnen entstanden.

Ali Gaggl. Seit mehreren Jahrzehnten nun schon bereichert diese Vokalistin Ali Gaggl den österreichischen Jazz mit ihrer ausdrucksstarken, vielfältigen und markanten Stimme. Bekannt vor allem durch ihre Mitgliedschaft beim Upper Austrian Jazz Orchestra konnte sich die gebürtige Kärntnerin Ali Gaggl auch mit anderen Projekten einen hervorragenden Ruf erarbeiten. Es sind vor allem ihre große musikalische Offenheit und das Interesse an immer wieder Neuem, die zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Sie ist eine Künstlerin, die sich in den unterschiedlichsten Genres zu Hause fühlt und in jedem auch unverkennbare Akzente zu setzen weiß. (Quelle: mica austria)

musicaustria.at/ali-gaggl-a-piece-of-art/

Primus Sitter, 1966 in Villach geboren, ist Komponist und Jazz-Gitarrist. Er ist mit eigenen Projekten oder als Sideman international tätig. Sitter spielte auf dem Jazz Festival Montreux, trat beim Jazz Fest Wien sowie beim Jazzfestival Warschau auf. Er spielt in verschiedenen Formationen, mit denen er auch auf Tourneen in Österreich, Slowenien, der Türkei und Mexiko unterwegs war. Er leitet und koordiniert eine monatliche Konzertserie in Klagenfurt mit Musikern u. a. aus Österreich, Italien, Deutschland oder Slowenien. Außerdem ist er als Dozent tätig und wirkte bereits an verschiedenen Theaterproduktionen mit, u. a. der Düsseldorfer Inszenierung »Heisenberg« (Regie: Lore Stefanek). Primus Sitter ist Preisträger bei der »International Heritage Jazz-Guitar-Competition« 1996 in Nashville/Tennessee.

primussitter.com